Vertical Farming

Vertical = engl: senkrecht.

Bei Vertical Farming werden Pflanzen nicht auf einem (horizontalen) Feld angebaut, sondern senkrecht übereinander z.B. in mehrstöckigen Gebäuden (sogenannten Farmscrapers). Einige Vorteile versprechen sich die Befürworter davon:

  1. Durch die Kultivierung in einem Gebäude können alle Umweltparameter kontrolliert werden (ähnlich einem Gewächshaus). Die saisonunabhängige Pflanzenproduktion kann dadurch die Erträge deutlich erhöhen. Und es macht die Produktion witterungsunabhängig und damit sicher(er).
  2. Ob Düngung oder Bewässerung – all das kann in optimalen Mengen zum optimalen Zeitpunkt erfolgen. Das spart Ressourcen.
  3. Solche Farmscrapers verbrauchen weniger Bodenfläche und können daher näher bei den Verbrauchern stehen, im Idealfall mitten in Städten. Ohne viel Transport alles frisch – das hat was.

Diesen Vorteilen stehen natürlich auch kritische Momente entgegen.

  1. Die Kosten dürften bei Vertical Farming explodieren. „Kontrollierte Umweltparameter“ heißt ja nichts anderes als Heizung und Lüftung, Beleuchtung, Düngung etc., die ein Feld automatisch zur Verfügung stellt. Das Gebäude selbst ist natürlich auch teurer, selbst bei z.B. Nachnutzung von Parkhäusern. Und ob sich Gedanken um Nicht- oder nur geringen Pflanzenschutz erfüllen, bleibt abzuwarten.
  2. Ob diese Systeme relevante Mengen erzeugen können, ist offen. Es gibt in Deutschland aktuell über 180.000 h landwirtschaftlich genutzte Fläche (Quelle: Umweltbundesamt), wie viel davon wird wohl  in Farmscrapers bewirtschaftet werden? Rechenbeispiel: Ein Parkhaus mittlerer Größe mit 500 Stellplätzen bietet ca. 1,5 ha Platz was bei konventioneller Bewirtschaftung z.B. 21 t Eisbergsalat oder 61 t Möhren erbringt.

Mehr unter https://de.wikipedia.org/wiki/Vertical_Farming

Module für das Vertical Farming

Vertical Farming und Landwirtschaft:

Vertical Farming ist ein spannendes Konzept, eine Form der modernen Intensivlandwirtschaft. Ob es über die Luxus-/ Nahversorgung hinauskommt, wird sich zeigen. Interessant wird es auf jeden Fall für die Landtechnik, die hier gefordert ist (Roboter bieten sich hierfür geradezu an).