Spot Farming

Spot Farming könnte eine Anbauvariante der Zukunft werden, die ohne Technik der Zukunft nicht funktioniert. Auf jedem Schlag gibt es unterschiedliche (Boden-) Verhältnisse, so dass die Pflanzen unterschiedlich gut wachsen. Die teilflächenspezifische Bewirtschaftung ist eine Antwort darauf: Wo eine Kultur z.B. schlechter wächst, wird entweder mehr gedüngt (um mehr Ertrag zu haben) oder weniger gesät und gedüngt (Kosten sparen weil bringt eh nix).

Spot Farming geht einen Schritt weiter.
Je nach Boden werden innerhalb eines Schlages an verschiedenen Stellen (spot = engl. Stelle) verschiedene Kulturen angebaut. Denn die eine Kultur kommt mit der Bedingung an der einen Stelle besonders gut zurecht, eine andere Kultur bevorzugt einen anderen Standort. Machmal unterstützen sich verschiedene Kulturen gar. Auf einem Hektar wächst dann nicht mehr nur eine Kultur, sondern vielleicht drei verschiedene Kulturen und das in z.B. 20 verschiedenen Parzellen – den Boden perfekt nutzend.

Das Konzept klingt gleichermaßen vernünftig wie verrückt.

  • Es ist vernünftig, weil es einleuchtend ist. Wo etwas gut wächst, sollte es gesät werden – eigentlich ganz einfach. Pauschalisierung ist selten gut und Spot Farming treibt die individuelle Bewirtschaftung auf die Spitze.
  • Es ist verrückt unter aktuellen Bedingungen, denn mit aktueller Technik lassen sich verschiedene Kulturen innerhalb eines Schlages weder aussähen noch düngen noch pflegen noch ernten. „Mit der aktuellen Technik“ weist aber den möglichen Ausweg, denn z.B. viele kleine Roboter könnten sehr wohl jede Kultur differenziert bearbeiten

Spot Farming und Landwirtschaft

Wilde Idee, völlig jenseits dessen, was bisher als Fortschritt angesehen wurde. Aber der Fortschritt wird laufend neu interpretiert und vielleicht werden Spot Farming und Universalroboter ja mal eine perfekte Partnerschaft eingehen.